Hirse – sodass sie auch schmeckt

Hirse – das bekömmliche glutenfreie Getreide

Als ich in meinen TCM-Anfängen 1991 erstmalig Hirse kochte und kostete, empfand ich sie so grauslich, dass ich jahrelang keine Hirse mehr essen wollte.

Warum sollte ich etwas essen, das mir nicht schmeckt, nur weil es gesund sein soll?

Außerdem konnte ich es mir nicht vorstellen, dass etwas, das so grauenvoll schmeckt, gesund sein KANN.

Ein paar Jahre später kam ich dann drauf, was ich falsch machte:

Erstens wusch ich die Hirse nicht, d.h. es war vielleicht noch Staub dabei.

Zweitens kochte ich sie auf großer Flamme, d.h. die Hirse wurde außen matschig (oder gatschig, wie wir in Österreich auch sagen) und innen blieb sie hart.

Ein wahrhaft unerwünschtes Erlebnis für empfindsame Geschmacksnerven!

Damit Ihnen die Hirse auch schmeckt:

  1. Eine Tasse Hirse waschen – entweder in einem größeren, aber feinen Sieb oder im Topf waschen und dann abseihen
  2. Zwei Tassen Wasser dazugeben und kurz aufkochen
  3. Die Flamme auf die kleinste Stufe zurückdrehen und 12-15 Minuten (je nach Größe des Korns) köcheln lassen
  4. Herd ausschalten und noch einige Minuten zugedeckt nachziehen lassen.

Die gekochte, flaumige Hirse in ein Schüsserl geben und mit Butter abschmecken, dann entweder süß weiterverwenden (mit Ahornsirup oder Honig, oder Trockenobst) oder mit Salz als Zuspeise verwenden.

Oder in einem süßen Obstauflauf oder pikanten Gemüseauflauf weiter verwenden.

Die gekochte Hirse kann auch als Suppeneinlage oder statt Semmeln (Brötchen) in faschierten Laibchen (Frikadellen für unsere deutschen Freunde) oder faschiertem Braten (Hackbraten) verwendet werden.

Diese dann nicht in Öl rausbraten oder gar frittieren sondern lieber im Backofen backen.

Hirse harmonisiert den Verdauungstrakt und ist sehr gut bei empfindlichem Magen bzw. bei Gastritis, die mit Hitze einhergeht: Brennende oder stechende Magenschmerzen, auffällig rote Lippen.

Zudem enthält sie viel Silizium (Kieselerde), das Haut, Haare, Knochen und Nägel stärkt.

Zur Wirkung der Hirse auf unseren Organismus aus chinesischer Sicht siehe: Link folgt in Kürze!

Posted in Chinesische Diätetik, Energetische Ernährungslehre, Ernährungsberatung, Gesundes Süßes, Getreide, Milz, Niere, Rezepte

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