Antidote* nach Eiskonsum

Sommerzeit bedeutet für viele Menschen Eiszeit!

Doch kann zuviel Eiskonsum bei Qi-geschwächten Menschen sofortige Beschwerden auslösen wie Kältegefühl, Blähungen, Bauchschmerzen, breiige Stühle oder Durchfall.

Aber auch bei ganz gesunden Menschen kann ein Überkonsum von Speiseeis in der warmen Jahreszeit zu Problemen im Herbst führen, weil die akkumulierte  Feuchtigkeit und Kälte im Darm die Qi-Produktion lahmlegt und daher in weiterer Folge das Lungen-Qi schädigt. Folge davon können in der Übergangszeit und im Herbst vermehrte Infekte, Sinusitis und allergische Reaktionen wie Heuschnupfen sein.

Im Folgenden möchte ich Euch drei wunderbare „Antidote“ (Gegenmittel) für die unerwünschten Nebenwirkungen des Speiseeis vorstellen.

Ein Tipp vorweg: Greift zu guter, hochwertiger Qualität, wo Zutaten wie echte Früchte und Nüsse, pflanzliche Milch wie Hafer- oder Reismilch verwendet werden statt Industriezucker, chemischer Zusätze und künstlicher Aromen!

Das heißt, lasst die Finger von den meisten Tiefkühleis-Marken, die in Supermärkten verkauft werden!

Geht zu Euren Eisdielen, Eis-Greisslern und Eissalons Eures Vertrauens und informiert Euch über die Zutaten.

In Wien z.B. gibt es genug Eissalons, die hochwertige Zutaten verwenden.

Achtung: Der viel gepriesene Birkenzucker (Xylit) kann bei empfindlichen Menschen Blähungen, Bauchkrämpfe und Durchfälle auslösen! Und Hunde dürfen bei Xylit-hältigen Produkten auf keinen Fall mitschlecken, weil Xylit ab einer bestimmten Menge für sie tödlich ist bzw. bereits in geringer Dosis zu Krampfanfällen führt.

Rohrzucker, Honig und Ahornsirup sind als Süßungsmittel vorzuziehen.

Was macht Eis in bzw. mit unserem Organismus?

Schon alleine wegen der kalten Temperatur wird unser Verdauungsfeuer abgekühlt. Bei sehr gesunden, ausgeglichenen oder yangigen Menschen mit gutem Verdauungsfeuer („Milz-Qi und Yang“) ist das kein Problem. Doch sogar bei ihnen kann der tägliche Eisgenuss in weiterer Folge das Milz-Qi schwächen.

Ist das Verdauungsfeuer erst einmal abgekühlt (Milz-Qi-Mangel) oder gar gelöscht (Milz-Yang-Mangel) entstehen Beschwerden wie Blähungen, breiige Stühle und Durchfälle.

Weiters kommt es dann zu einer Ansammlung von Kälte und Nässe im Dickdarm, das sind Stoffwechselabfallprodukte von nicht verdauter Nahrung – in diesem Fall von Eis, die das Qi und Yang blockieren und somit die Krankheitsabwehr schwächen. Daher gibt es bei übermäßigem Eiskonsum im Sommer als Spätfolge Erkältungen in der Übergangszeit und im Herbst.

3 Antidote nach Eiskonsum:

Wenn Blähungen auftreten hilft ein einfacher Fencheltee:

1 gehäufter Tl Fenchelsamen 3-5 Minuten lang aufkochen, ziehen lassen, abseihen und trinken.

Oder im Mörser zerstoßen, mit kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, trinken.

Wenn breiige Stühle, Durchfälle, Kältegefühl oder bläuliche Lippen auftreten, hilft ein Rosmarintee:

1 gehäufter Tl getrocknete Rosmarinblätter etwas anmörsern, mit kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Bei rissiger Zungenoberfläche etwas Honig dazugeben.

Wenn Durchfall, Kältegefühl und weißer oder durchsichtiger Schleim in Nase, Hals oder Bronchien auftreten, hilft ein Thymiantee:

1 Tl getrockneten Thymian mit kochendem Wasser übergießen, 8 Minuten ziehen lassen.

Der Thymiantee ist nicht für hitzige und nervöse Menschen geeignet! Nicht bei belagloser roter oder stark rissiger Zunge geeignet.

Ich hoffe, damit steht Eurem – moderaten – Eisgenuss nichts im Wege.

Und denkt daran, die Dosis macht das Gift :-).

*Antidot: Gegenmittel, Gegengift

Posted in Chinesische Diätetik, Energetische Ernährungslehre, Ernährungsberatung, Kräuter und Gewürze, Milz, Niere, TCM Beratung, Westliche Kräuter, Wirkung von Nahrungsmitteln

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